Max Otte: Philip Pilkington, Politikanalyst und Kollege...
Philip Pilkington, Politikanalyst und Kollege, den ich schon im Gespräch hatte:
"Wahrscheinlicher Kriegsausgang bei aktuellem Verlauf: TOTALER NEO-OSMANISCHER SIEG. Der Verlauf könnte sich durch eine „Überraschung“ ändern, aber aktuell sieht es folgendermaßen aus:
Die Kämpfe werden noch einige Tage, vielleicht zwei Wochen, andauern. Danach benötigen die USA Nachschub an Abfangraketen und Marschflugkörpern. Die Marine könnte das Gebiet verlassen, neue Vorräte anlegen und für eine zweite Runde zurückkehren, doch das erscheint politisch unwahrscheinlich.
Sobald den USA die Munition ausgeht, wird der Iran wahrscheinlich weiterhin Stützpunkte und möglicherweise auch Energieinfrastruktur angreifen. Nach Khameneis Tod befinden sie sich im vollen Dschihad-Modus, und es ist klar, dass die Hardliner an der Macht sind. Teilweise handelt es sich dabei um Rache, teilweise aber auch um Druck auf die arabischen Staaten, die Amerikaner zu vertreiben.
Sollten den Amerikanern die Munition ausgehen und sie abziehen, werden die Araber wehrlos sein und sich verraten fühlen. Gleichzeitig werden die CENTCOM-Basen schwer beschädigt sein. Sind die Amerikaner wirklich bereit, sie wieder aufzubauen? Zwei Faktoren werden Amerika allmählich aus dem Nahen Osten drängen.
Die Türkei ist derzeit das Land, das durch Nichtstun gewinnt. Sie ist bereits mit dem atomar bewaffneten Pakistan verbündet. Sie wird das entstehende Machtvakuum füllen. Neo-Osmanismus wird sich in der Region ausbreiten. Die Araber werden keine andere Wahl haben, als dies zu akzeptieren – falls die arabischen Regime nach diesem Konflikt überhaupt noch bestehen.
Israel wird versuchen, sich mit Indien zu verbünden, um dem persischen Staat und dem neo-osmanischen Block, die zwar herzliche, aber keine freundschaftlichen Beziehungen pflegen, ein Gegengewicht zu bieten. Wird das funktionieren? Wahrscheinlich nicht. Aber es ist der letzte Trumpf im Ärmel."
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